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Artenschutz Neuburg - Schrobenhausen

 

Protokoll des Artenschutztreffens

am 21. 6.2002

1.Betreuung der Amphibienzäune im Jahr 2002

Von Anfang März bis Anfang April wurden wieder die Amphibienzäune im Landkreis betreut. Den Helfern, die in mühevoller Arbeit immer wieder diese Aufgabe übernehmen, sei auch von dieser Seite Dank und Anerkennung gesagt.

Ergebnis: Ingesamt wurden 8932 Individuen über die Straße getragen.

 

 

2.Schleiereulen

Seit Februar 2002 sind 2 neue Eulenkisten angebracht worden.

    • in Ludwigsmoos
    • in Berg im Gau

In Haid am Rain hat der Eigentümer des Hofes bereits vor Jahren zwei Eulenkisten angebracht. Durch ein Gespräch ist die Artenschutzgruppe darauf aufmerksam geworden. Seit mehren Jahren gibt es dort erfolgreiche Eulenbruten.

Insgesamt werden jetzt von der Artenschutzgruppe 119 Standorte betreut. Jedes Jahr werden zwischen 15 und 20 Eulenbruten und mindestens 10 Turmfalkenbruten in den Kisten beobachtet.

 

3.Kormoranzählung

In den Wintermonaten wurden am Schlafplatz gegenüber dem Antoniberg die Kormorane gezählt.

Es wurden im Zeitraum Oktober bis April zwischen 80 und 180 Kormorane beobachtet.

Im Landkreis ND-SOB wurden gemäß Auskunft des Landratsamtes während der erlaubten Schusszeit von August 2001 bis März 2002 zur Abwehr erheblicher fischereiwirtschaftlicher Schäden 176 Kormorane geschossen.

 

4. Obstwiese in Rohrbach

Die vor drei Jahren gepflanzten Apfelbäume wurden in diesem Winter geschnitten.

 

5. Fledermausschutz

Durch die Donau-Lech-Werkstätten wurden im März 100 Stück und im Mai 150 Stück Fledermauskisten angefertigt.

Zusammen mit den Jägervereinen aus Schrobenhausen und Neuburg wurde eine Fledermausaktion durchgeführt und die Kisten an Jagdkanzeln und Bäumen an Waldrändern angebracht.

Unsere Fledermausgruppe hat in diesem Frühjahr umfangreiche Bestandszählungen durchgeführt.

Ergebnisse:

Insgesamt wurden 14 Kirchen kontrolliert.

In 11 Kirchen konnten Fledermausvorkommen nachgewiesen werden. 4 dieser Vorkommen waren Wochenstuben von Langohren.

Die verantwortlichen Kirchenoberen waren sehr entgegenkommend und hilfreich. Jedoch musste beobachtet werden, dass bei Renovierungsarbeiten gedankenlos in Hinblick auf Fledermausschutz vorgegangen wird. So wurde in Ammerfeld eine Wochenstube zerstört. Aufklärungsarbeit ist immer wieder notwendig.

 

Ergebnis der Kartierung:

 

 

6. Eisvogelnistwand

Am Feuerlöschteich der Fa. Kettlitz in Rennertshofen wurde im April eine 2. Eisvogelnistwand mit viel Material und noch mehr Zeitaufwand errichtet. Der Zeitaufwand betrug 70 Mannstunden. Es wurden 60 Hohlblocksteine, 1,5 t Sand und 10 Sack Zement vermauert.

Ob sich der Arbeitsaufwand lohnt, muß in den nächsten Jahren von der Artenschutzgruppe beobachtet werden.

7. Paartalausstellung

Rund um das Goachat in Schrobenhausen wurden durch Ortsgruppe des BN insgesamt 4 Veranstaltungen durchgeführt, um auf die schützenswerten Naturschönheiten aufmerksam zu machen.

Frau Streber berichtet über den Tag der Artenvielfalt im Goachat.

Durch anerkannte Spezialisten wurden die Kleinsäuger, Insekten, Hautflügler, Libellen und Vögel kartiert. Zudem gab es Untersuchungen der Wasserqualität aber auch der Moose, Flechten und Pilze.

Führungen mit Kindern rundeten die Veranstaltung ab.

8. Beobachtungen seltener Arten im Landkreis

- Herr Rupp berichtet über das Vorkommen des Silberreihers im Donautal bei Burgheim

- der Schwarzstorch ist nahe der B16 bei Weichering gesehen worden.

- Dr. Krach berichtet, dass in diesem Jahr die Azurjungfer häufiger vorkommt.

- in Hennenweidach ist ein Moorfroschvorkommen entdeckt worden

- Wiedehopf In diesem Frühjahr wurden im Landkreis wiederholt Wiedehopfe beobachtet.

 

Es handelte sich vermutlich um Durchzügler. Die Artenschutzgruppe plant nach 15 Jahren wieder eine Nistkastenaktion, um den Wiedehopf nach Möglichkeit wieder anzusiedeln.

 

9.Hornissen

Herr Neff berichtet, dass dieses Jahr ein gutes Hornissenjahr ist. Die Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung, um Verständnis für die Hornissen zu wecken, ist dringend erforderlich.

10. Stadtbiotope der Stadt Neuburg

Herr Meier hat in und um Neuburg den größten Teil der kartierten Stadtbiotope überprüft.

Die Masse dieser Standorte, von denen einige sogar landesweite Bedeutung haben, befinden sich in einem erbärmlichen Zustand. Sie werden als wilde Müllkippen und Lagerplätze für Grüngutabfall benutzt. Der Bund Naturschutz plant eine Aufklärungsaktion.

 

11. Störche

Das Storchennest auf der Kirche in Burgheim wurde von Störchen mehrmals besucht, aber nicht angenommen.

In Rennertshofen hat Anfang Juni ein Storchenpaar auf einem Strommasten in der Nähe des Westtores ein Nest gebaut. Das Stromunternehmen hat in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes die Stromleitungen isoliert, damit durch herunter hängende Äste kein Kurzschluss entsteht. Ob es zum Bruterfolg kommt, ist noch nicht abzusehen.

12. Uhu

Im Wald in Unterweilenbach ist Mitte Juni ein junger Uhu von zwei Landwirten gefunden worden. Ein Tierarzt hat ihn untersucht. Leider ist er aber doch gestorben.

13. Wanderfalke

Im 100 Meter hohen Schornstein der Rockwool im Neuburger Industriegebiet brüten offensichtlich seit Jahren die Wanderfalken. Dieses Jahr sind zwei Jungvögel bei ersten Flugversuche heruntergefallen. Einer verletzte sich so schwer, dass er eingeschläfert werden musste. Der zweite wurde in einem überwachten Horst im Kraftwerk Süd in München erfolgreich ausgewildert.

Herr Meier wird gebeten, über den LBV Baupläne eines Profi-Nistkastens zu besorgen. Durch eine Nachrüstung des Kastens soll verhindert werden, dass Jungvögel bei ersten Flugversuchen oder beim Drängeln um Nahrung herunterfallen.

14. Schwalben

In der ehemaligen Schäferei in Neuburg , Mozartweg wurden im April 5 Nester für Rauchschwalben angebracht.

Am alten Schulhaus in Trugenhofen wurden Ende Juni 2 Schwalbennester für Mehlschwalben angebracht.