Furusato – Erinnerung an die Atomkraftwerk-Katastrophe in Fukushima/Japan am 11.03.2011

Regisseur Thorsten Trimpop geht in seinem Dokumentarfilm der Frage nach, warum etwa 57.000 Menschen nach der Atomkatastrophe von Fukushima weiterhin in der verstrahlten Stadt Minamisoma leben. Trimpop stößt auf unterschiedliche Antworten: Heimat hat in Japan einen hohen Stellenwert, sie wird „Furusato“ genannt und verehrt. Man fühlt sich verantwortlich für das Gebiet, in dem man aufwuchs, für die Bewohner, Traditionen und Tiere – selbst dann, wenn die Heimat verseucht wurde. Der Aktivist Bansho, die ältere Frau Noda und die Pferdezüchterin Miwa ziehen nicht weg aus Minamisoma, obwohl ihre Gesundheit leidet. Doch nicht bei allen liegt es an der Heimatverbundenheit. Manch einer hat keine finanzielle Hilfe bekommen, kann sich den Wegzug schlicht nicht leisten. Wenn der Schulchor „ich liebe Fukushima, ich gehe hier nicht weg“ singt, mag das für manche Zuhörer blanker Hohn sein… Der Film wird von der Gruppe „Ausgestrahlt“ empfohlen und auf Betreiben unseres Mitgliedes Lissy Fischer (sie wird für die Mütter gegen Atomkraft eine kurze Begrüßung sprechen), in unserem Kino in Pfaffenhofen, um 19.45 Uhr gezeigt. Anschließend besteht die Möglichkeit darüber mit unserem Arbeitskreis Energie Sigi Ebner und Otmar Schaal zu diskutieren und Fragen zu stellen, die Begrüßung und Moderation wird die kommissarische Kreisvorsitzende Christine Janicher-Buska übernehmen.

Datum
22.03.2018 19:00 - 22:00

Ort
Kino CineradoPlex, Ledererstraße 3, 85276 Pfaffenhofen an der Ilm

Veranstaltungen des Bundes Naturschutz in Bayern e.V.