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Ausbau der B16 zur Autobahn der BUND Naturschutz findet den Ausbau rechtswidrig.

Ausbau der B16 zur Autobahn.

der BUND Naturschutz findet den Ausbau rechtswidrig.

12.11.2021

Die B16 zwischen Manching und Neuburg soll zu einer Vierspurigen Bundesstraße mit Seitenstreifen und Mittelstreifen ausgebaut werden. Zielsetzung im Bundesverkehrswegeplan ist eine Autobahn im Donautal von Regensburg bis Günzburg.

Als erste Ausbaustufe ist der vierspurige Ausbau zwischen der Autobahnzufahrt an die A9 bei Manching bis zur Kreuzung mit der B13 (eine 3,2Km lange Strecke) geplant. Begründet wird dies mit dem hohen Verkehrsaufkommen und den regelmäßigen Staus während des Berufsverkehrs am Morgen und am Abend. Die Hauptursache der Stauungen, sind die Linksabbieger an der Autobahn Anschlussstelle und die Ampel an der Zufahrt zum Airbus-Werk bzw. zum Flughafen Manching. Mit einer Beseitigung dieser Schwachstellen könnte man das Verkehrsproblem lösen, ohne die B16 vierspurig ausbauen zu müssen.

Was bedeutet ein vierspuriger Ausbau mit Mittelstreifen und Seitenstreifen?

1. Die Trassenbreite der Straße wird von 11,5 m bei zweispuriger Straße bzw. 15 m bei 2 Spuren mit Überholstreifen  auf 31 m erweitert.

2. Jede Zufahrt zur B16 muss mit Überführungen und aufwendigen Zufahrten ausgebaut werden. Wie bei einer Autobahn, ist nur noch ein rechts Einfahren auf die neue B16 möglich.

3. Dieser Ausbau hat einen extremen Flächenbedarf und Kostenaufwand zur Folge. Alle vorhandenen Brücken und Überführungen müssen verbreitert und erneuert werden.

4. Es gibt keine Limitierung der Höchstgeschwindigkeit mehr. Statt max. 100 km/h kann man auch  z. B. 200 Km/h fahren.

5. Der überregionale Verkehr wird zunehmen, die Staus verlagern sich verstärkt in die Städte und Gemeinden.

6. Derartige Planungen sind nicht mit den Einsparzielen der Klimapolitik vereinbar und deshalb nicht zukunftsfähig.

 

Gegen diese Planung gibt es 3 Bürgerinitiativen, in Manching, in Winden bei Zuchering und in Weichering. Am 13.11.2021 fand ein Pressegespräch an der geplanten Ortszufahrt von Oberstimm nach Manching, wo ein mächtiger Kreisel entstehen soll, mit der Manchinger Bürgerinitiative und dem BUND Naturschutz statt. Wie groß der Flächebedarf an den Zufahrten der zukünftigen B16 ist, kann man an der mit Flatterbändern markierten Zufahrt mit Kreisel erkennen. Und dieser überdimensionierte Flächenbedarf soll zukünftig an jeder Zufahrt zu dieser autobahnähnlichen Bundesstraße notwendig werden. Der BN-Vorsitzende Richard Mergner hat für ein derartiges Straßenbauprojekt in der heutigen Zeit kein Verständnis. Nach seiner Meinung ist es ein unsinniges und klimazerstörerisches Straßenbauprojekt. Der geplante Ausbau ist völlig überdimensioniert und rechtswidrig, wie ein Rechtsgutachten zum Fernstraßenausbau-Gesetz aufzeigt. Auch die Sprecherin der Bürgerinitiative „lebenswertes Manching“ Margaretha Bauernfeind hält den Ausbau für völlig überdimensioniert.

Rund 25% des Flächenverbrauches in Deutschland gehen auf das Konto des Straßenbaus.

Dabei erhöht sich die negative Auswirkung durch die Zerschneidung von Lebensräumen noch zusätzlich.