Historie Grünes Klassenzimmer

Im September 1996 hatte Max Kainz, damals wissenschaftlicher Geschäftsführer des Forschungsverbundes FAM auf dem Klostergut in Scheyern, die Idee, im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des FAM Schulklassen ökologische Zusammenhänge in der Natur erfahrbar zu machen. Barbara Klump, Biologielehrerin, und Ulrike Kainz, Diplom-Landespflegerin, begannen als Mitarbeiterinnen des FAM (Forschungsverbund Agrarökosysteme München) mit Führungen über die Forschungsstation und mit dem Thema  „Was lebt im und am Gewässer“. Die Teilnehmerzahl von anfänglich ca. 600 Schülern pro Jahr stieg schnell auf über 2000 an, da sich die neu angebotenen Themen exakt am Lehrplan der Grund- und Hauptschulen orientierten und damit sehr gut in den Unterricht einzubinden waren. Deshalb förderte das Schulamt dieses Projekt und der Landkreis unterstützte es von 1999 bis 2002 finanziell. Nach dieser Zeit zog sich der FAM aus der Trägerschaft zurück, da das Forschungsprojekt enden sollte. Barbara Klump, schied im Sommer 2002 aus dem Projekt aus und Ulrike Kainz übernahm die Leitung des Grünen Klassenzimmers unter der Trägerschaft des Bund Naturschutz, Kreisgruppe Pfaffenhofen. Die Exkursionen finden in die wunderschöne Natur des Kloster Scheyern um das Klostergut statt und als Materiallager dient dem Grünen Klassenzimmer ein vom Kloster zur Verfügung gestelltes Gartenhäuschen auf der Obstwiese am Prielhof.

Im Herbst 2002 machte die Kreisgruppe Pfaffenhofen des Bund Naturschutz die Umweltbildung zu einem Schwerpunkt ihrer  Arbeit. Seitdem haben am Grünen Klassenzimmer mitgewirkt: Ulrike Kainz (seit 1996, Leiterin), Birgit Dimmelmeier (2002-2003), Martina Körner (2002-2010), Agnes Bergmeister (2003-2012), Renate Schwäricke (2006-2013) und Frauke Albuszies (2011-2012), Monika Thaller (seit 2012) und Barbara Pflug (2013) und Dr. Kathrin Euringer (seit 2013). Die Mitarbeiterinnen haben sich weitergebildet und das Programm für die Schulklassen wurde stetig erweitert. Mittlerweile reicht das Angebot vom Thema Wiese über Hecke, Wald, Teichforschungen und Gewässergütebestimmungen, vom Korn zum Brot, Indianer, Kelten- Welten bis zum Thema Steinzeit. Das Grüne Klassenzimmer wurde von über 30.000 Schülern und Lehrern besucht (Stand: 2012). Seit 2010 ist es mit ca. 3000 Teilnehmern im Jahr der tragende Teil der Umweltbildung U.N.K.E. (Umwelt und Natur für Kinder und Erwachsene) der Kreisgruppe, die z.B. mit den Themen Papierschöpfen, Faszinierender Winterwald oder Energisch fürs Klima auch Kindergärten, Familien und Erwachsene anspricht. Seit 2008 ist das Grüne Klassenzimmer und seit 2010 U.N.K.E. ausgezeichneter Partner des Umweltministeriums mit dem Qualitätssiegel der Dachmarke Umweltbildung.Bayern, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).